-->

a { color: #3CB371; } TEXTAREA { Color: #3CB371; Background-Color:#ffffff; Font-Family: Tahoma; Font-Size: 3pt; Border: 1px solid #6B8E23; } INPUT { Color: #3CB371; Background-Color: #ffffff; Font-Family: Tahoma; Font-Size: 3pt; Border: 1px solid #6B8E23; } .navi { color: #6B8E23; }

Fünf vor Zwölf ©


  Der Regen trommelt gegen die Fensterscheibe und die rauchige Stimme irgendeiner Sängerin dringt aus dem Radio- leise, melancholisch, monoton.
Ich liege auf meinem Bett, starre an die Decke und lausche still der Musik. Eine kleine Fliege summt durch den Raum und setzt sich auf meine über mir liegende Hand, meine Hand, die das Messer umklammert hält. Seine kleinen Beinchen kitzeln leicht wie der Wind auf meiner Haut. Plötzlich jedoch bleibt die Fliege vor dem kühlen Stahl sitzen und fliegt schließlich davon, als hätte sie Angst vor dem Messer und was man damit machen könnte.
Aber eigentlich interessiert mich das alles nicht. Das einzige was jetzt wichtig ist, bist du, sind wir. Du und ich zusammen. Du und ich zusammen in diesem Bett, in diesem Moment. Du schlafend und unschuldig, ich wachend und schuldig wegen den Gedanken an deinen Tod durch mich. Doch davon weißt du natürlich nichts- wie solltest du auch. Außer die wenigen bedeutungslosen Dinge und Momente, die sich nur um dich drehen, interessiert dich nichts. Du bist taub und blind für deine Umwelt, für deine Mitmenschen, für mich. Doch damit ist jetzt ein für allemal Schluss. Ich denke dein Verschwinden wird niemandem auffallen. Nur mir, denn ich weiß.
Du seufzt im Schlaf auf und lächelst. Warum wohl? Was geht dir gerade durch den Kopf? Ich, wir beide oder... Du selbst natürlich! Du denkst an nichts anderes. Wie dumm von mir. Ich betrachte eingehend dein Gesicht. Mein Blick wandert über deine markanten Gesichtszüge zu deinen dunklen wirren Haare, den langen schwarzen Wimpern, die deine rehbraunen Augen bedecken bis zu deinen vollen geschwungenen Lippen. Ich kann mir sogar das Grübchen in deiner linken Wange vorstellen, wenn du lachst. Dieses tiefe, laute Lachen. Es könnte warmherzig wirken, wäre da nicht dieses herablassende Blitzen in deinen Augen. Trotzdem werde ich es vermissen. Meine Fingerspitzen streichen über die kühle Messerkante, sacht nur. Ein kleiner Schnitt entsteht, kaum spürbar, doch tief genug, dass ein dunkelroter Bluttropfen aus meinem Finger quillt und an ihm hinunter auf das Kissen rinnt. Gedankenverloren starre ich ihn an. Ja, ich werde dein Lachen vermissen. Ich hebe meinen Blick und sehe auf die Uhr. Gerade springt der Minutenzeiger eine Stelle weiter. Um Zwölf. Der Zeiger deines Lebens stand schon viel zu lange auf 5 vor 12. Ich beuge mich über deinen schlafenden Körper, atme ein letztes mal deinen Duft ein  und steche zu...

Der Regen trommelt an die Fensterscheibe und die rauchige Stimme irgendeiner Sängerin dringt aus dem Radio- leise, melancholisch, monoton...

Annekatrin Wein  ©

14.2.07 22:28
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Alex (16.2.07 00:17)
luuuuuuuuhuuuu.....was soll denn sowas melancholisches in deinem block?


Die Lu / Website (16.2.07 20:17)
Hab ich Anne zu Liebe reingestellt. Ehrlich gesagt, find ich die Story voll geil

Mein Blog muss ja auch nicht nur aus Belustigung bestehen. Aber da sieht man mal: Annilein hat schon mit 15 Jahren an Messer gedacht... hehe.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
~Startseite~
~Über die Lu~
~Gästebuch~
~Kontakt~
~Archiv~
~Fotoalbum~
~Fragebogen~

Da Björn
Gratis bloggen bei
myblog.de